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Die Sache mit der Macht…

Die Sache mit der Macht…

… meine Stimmung kontrolliere ich!

Dazu eine kurze Geschichte:

Diese Geschichte habe ich von meinem Lieblings-PGA-Pro Steffen Kefer gehört und auch er hat sie lediglich erzählt bekommen. Nichtsdestotrotz, wenn auch nur ein paar Details an dieser Geschichte wahr sind, können wir uns wahrscheinlich alle fragen, was diese Begebenheit wohl mit jedem einzelnen von uns zu tun hat…

Auf einer Driving Range irgendwo in der Welt waren ein paar Golfer dabei, sich warm zu schlagen, Schläger auszutesten und eben Bälle möglichst weit zu schlagen oder die Abschläge möglichst gezielt irgendwo in der Landezone zu platzieren. Plötzlich lief ein Mann in Golfkleidung ohne jegliches Equipment quer von links nach rechts durch die Landezone der Bälle. Jeder, der schon einmal auf einer Driving Range war, weiß, dass das lebensgefährlich ist.
An der Körpersprache, dem ausladenden Schritt, der Geschwindigkeit war eindeutig zu erkennen, dass dieser Mann wütend war. Die Golfer auf dem Abschlag waren erstaunt, stoppten ihre Aktivitäten und warteten, bis der Mann aus der Gefahrenzone heraus war und fingen anschließend wieder an, die Bälle möglichst weit in die Landezone hinein zu schlagen.

Kurze Zeit später mussten sie jedoch wieder pausieren. Denn derselbe Mann ging den gleichen Weg wieder zurück, offensichtlich wutschnaubend, diesmal jedoch von rechts nach links. Die Golfer am Abschlag schüttelten die Köpfe, wunderten sich und warteten erneut, bis der Mann die Gefahrenzone verlassen hatte und fingen danach wieder an, ihre Bälle  zu schlagen. Aber nur solange, bis der Mann ein drittes Mal die Landezone durchquerte, immer noch wutentbrannt, ohne jegliches Equipment, jedoch sehr zielstrebig auf dem kürzesten Weg Richtung Parkplatz.

Später, so wurde es meinem Lieblings-PGA-Pro Steffen Kefer erzählt, erfuhren die umstehenden Golfer, was vorgefallen war, das den Mann so wütend hat werden lassen und wie er mit seiner Wut umgegangen ist: Er hatte den ersten Abschlag auf der Runde total versaut und direkt mal ins erste Wasserhindernis geschlagen. Der Ball war weg, da half auch alles Suchen nicht. Darüber ärgerte sich der Golfer dermaßen, dass er sein Golfbag samt allen Schlägern und sonstigem Inhalt nahm und es dem Ball kurzerhand hinterher ins Wasserhindernis warf, auf dem Absatz kehrt machte und sich auf direktem Weg – eben quer durch die Landezone der Driving Range – zu seinem Auto aufmachte. Er wollte scheinbar nur noch weg, ohne Rücksicht auf die anderen Golfer, ohne jegliche Idee, dass er sich auf seinem Weg in Gefahr bringt, nur noch weg!
Am Auto angekommen, merkte er jedoch, dass sein Schlüssel nicht bei ihm, sondern noch im Golfbag war. Er machte sich also auf den Rückweg, holte das Bag aus dem Wasser, seinen Autoschlüssel heraus, warf das Bag zurück ins Wasser und marschierte schnurstracks wieder zurück zu seinem Auto, stieg ein und fuhr weg.

Wenn ich mir diese Geschichte so durch den Kopf gehen lasse, muss ich mich einfach wundern, wem oder was wir eigentlich in unserem Leben so Macht über unser Wohlbefinden geben. In dieser Geschichte war es ein misslungener Abschlag.  Nur ein Abschlag! Dieser hat bei genauer Betrachtung diese Macht gar nicht verdient. Schließlich gibt es auf jedem Golfplatz mindestens noch 17 weitere Abschläge, die besser sein können und noch um die 70 weitere Schläge, die die Chance haben, gefeiert zu werden. All dessen hat sich dieser oben genannte Spieler beraubt, indem er diesem ersten Schlag auf dem Platz soviel Macht eingeräumt hat und wutentbrannt  nicht nur sein Bag in den Tümpel geworfen hat, nein, sondern auch das Spiel abgebrochen hat. Spiel versaut, Tag versaut, Kosten verursacht, denn so ein Golfbag ist ja auch nicht gerade billig. Und wahrscheinlich erzählt er sich noch ein paar Mal in Rage, wenn er von diesem misslungenen Abschlag erzählt. Was für eine Verschwendung an Lebenszeit?!

So und jetzt fragt Euch mal selbst: Wem oder was gebt Ihr regelmäßig Macht über Eure Gefühle, Lebensqualität und Enscheidungen?

  • Sind es irgendwelche Autofahrer, die Euch ärgern, weil sie zu langsam oder  zu schnell fahren?
  • Sind es Überzeugungen, die Euch davon abhalten, erfolgreich zu sein? Oder Glaubensätze, die Euch manchmal von einer Entscheidung, von einer Veränderung, einer guten Wendung abhalten? Meinungen von anderen passen hier auch ganz gut hinein. Hier ist die Krucks, dass wir das manchmal gar nicht merken, wie sehr wir hier beeinflusst werden, die Macht abgeben, uns aber darüber ärgern, dass wir auf der Stelle treten.
  • Oder ist es sogar sowas profanes, wie das Wetter, was Euch ärgert? Wie oft habe ich diese Gespräche, wie schlecht das Wetter ist und treffe Menschen, die sich davon den Tag versauen lassen. Wieso? Wir können es doch eh nicht ändern.
  • Oder ist es gar die Suche nach dem Haken, wenn es gerade eigentlich mal super läuft?
  • Oder wenn Euch jemand eine Idee unterbreitet, die perfekt scheint und Ihr sofort eben diesen Gedanken habt: “Wenn das so einfach wäre, wie es klingt, wieso macht das dann nicht jeder?” Das z.B. ist eine Situation, die ich derzeit ab und zu erlebe, wenn ich Menschen von meinem zweiten Standbein erzähle. Ich werde dann oft  mit großen Augen angeschaut und genau diese Frage wird gestellt. Und statt mich zu ärgern, akzeptiere ich (wundere mich zwar ein bisschen…) und denke: “OK, dann nicht und spreche mit einem anderen Menschen darüber!” Denn sich zu ärgern, über Dinge, die ich nicht ändern kann, ist vergebene Mühe.
  • Manchmal sind es vielleicht die Kollegen, der Chef, die Arbeitssituation, der Partner, die Familie, Freunde, Verkäufer, Kunden oder was auch immer…

Leider sind es oft Situationen, denen wir Macht über unser Leben, unsere Gefühle und eben auch über Erfolg und Misserfolg geben, die wir nicht ändern können. Nur wir selbst können etwas ändern.

Hierzu möchte ich gern den Ausschnitt aus einem Vortrag von Vera F. Birkenbihl emfehlen. Hier geht es zum YouTube Video!
In diesen 4 Minuten stellt und bespricht Vera F. Birkenbihl die Frage, welche Entscheidungen wir treffen würden, wenn wir nur noch einen Tag zu leben hätten. Mit diesem Gedanken bewertet doch Eure Momente mal neu, in denen Ihr Dingen, Menschen oder Situationen Macht über Euch, Euer Wohlbefinden oder gar Euren Erfolg gebt, die Ihr nicht ändern könnt. Es mag schon helfen, nur Euren Blick auf diese Momente zu ändern und Ihr akzeptiert einfach und geht weiter! Und sollten es Momente sein, die Ihr tatsächlich verändern könnt, dann auf! Macht etwas anders, seid mutig, trefft gute Entscheidungen und gestaltet Euer Glück! Lest dazu gern auch noch mal den Beitrag Neulich im Starbucks – eine willkommene Lektion und werdet zum Adler!

Ihr wißt ja, Eure Zukunft beginnt jetzt!

In diesem Sinne

Eure Katja

P.S. ich freue mich über Eure Kommentare. Oder falls Ihr mit mir persönlich diskutieren wollt, kontaktiert mich gern!

Die Sache mit der Rücksicht (1)

Die Sache mit der Rücksicht (1)

Golf mit Hund – die Erste! 

Viele von Euch wissen ja, dass ich bereits vor einiger Zeit auf den Hund gekommen bin. Und da ich zudem die meisten Dinge, die ich anfange, auch mit ganzem Herzen betreibe, ist es mit dem Hund auch nicht anders. So spielt Fussel in meinem Leben, bzw. in unserer Familie eine angemessene Rolle. Sie ist eine sehr intelligente Hündin, will gefordert und gefördert werden und die Entscheidung für dieses Tier war eine sehr bewusste. Ich sag immer: “Wenn ich einen anspruchsarmen Hund hätte haben wollen, der nur schläft und nicht gefordert werden will, hätte ein Stofftier auch gereicht.” Nein, für uns war klar, dass wir auch unser Leben in gewissem Rahmen an das neue Familienmitglied anpassen würden. Und das haben wir auch gemacht. Unter anderem haben wir den Golfclub gewechselt, da Hunde in unserem bisherigen Club nicht willkommen sind. Ein Gespräch mit dem Betreiber hat seinerzeit als Begründung ergeben, dass es ja so viele Leute mit Allergien gegen Tierhaare gäbe… ! Denkt darüber, was Ihr wollt, wir fanden diese Begründung sehr skurril, aber ok. Dass es für uns als Hundehalter zudem selbstverständlich ist, etwaige Hinterlassenschaften mitzunehmen, muss an dieser Stelle nicht noch explizit betont werden, schliesslich wollen wir selber unsere Golfbälle auch nicht aus einem Hundehaufen befreien müssen. Diese Begründung gegen Hunde auf dem Golfplatz erübrigt sich aus unserer Sicht also auch. Und ja, dass es ein wenig Training, Rücksicht und Geduld braucht, bis ein Hund auf dem Golfplatz perfekt funktioniert, ist auch klar. Egal, wir haben gewechselt, weil es für uns ein Bedürfnis war und ist, unserem Hund viel Zeit mit uns zu ermöglichen und gleichzeitig unserem Hobby nachgehen zu können. Also trainieren wir derzeit unsere Fussel zu einem Golfbegleithund. Dass klappt auch bereits ziemlich gut. Sie zeigt, sobald der Golftrolley im Spiel ist, direkt eine Art Golfmodus und wir haben schon eine Menge Spaß zusammen. Nichtsdestotrotz, zeigt sich in vielen Situationen mit Hund auf dem Golfplatz so Einiges, was auch gut in diesen Blog Golf4life passt, aber dazu nach und nach an gleicher Stelle mehr,  nur zu einem anderem Zeitpunkt.

Worüber ich aber heute gern schreiben möchte, ist eine Begebenheit von unserer letzten Golfreise mit Hund in den hohen Norden. Diese Begebenheit hat zwar nicht direkt etwas mit dem Golfspiel zu tun, ereignete sich aber in dem Hotel und hat mich im Nachgang noch eine Weile beschäftigt. Im weitesten – oder vielleicht auch engeren – Sinne geht es um das Thema Rücksicht.

Also, ich erzähl einfach mal:

In dem Hotel waren wir bereits das vierte Mal und davon dreimal mit Fussel. Sie kennt dort demnach bereits alles, findet sich sehr schnell wieder in die täglichen Abläufe ein und wir sind oft sehr beeindruckt, wie gut sie sich benimmt. So auch beim Frühstück. Es gibt in dem Hotel einen separaten Bereich, in dem Hunde erlaubt sind. Dort saßen wir immer und meist gibt es dort noch Tische für die größeren Gruppen, die gern zusammen sitzen wollen und selten stehen die Tische alle einzeln. An dem betreffenden Morgen gab es einen sehr großen Gruppentisch, der fast den ganzen Raum einnahm. Dieser war als offenes U gestellt, wie man es bei Hochzeiten oder in Seminaren kennt. Dazu gab es zwei einzelne Tische, die sehr weit auseinander standen. Wir saßen bereits an einem, hatten unser Frühstück begonnen, Fussel lag entspannt am Tisch, als eine Familie hereinkam. Oma, Opa, Mutter und Baby. Die Familie setzte sich an den zweiten einzelnen Tisch, das Baby machte altersübliche Geräusche und Oma und Opa platzten quasi vor Stolz. Soweit so gut. (Oma und Opa sollen an dieser Stelle übrigens nicht despektierlich klingen, sondern nur die Familienstruktur beschreiben)

Nun ist es leider so, dass Fussel auf Kinder eher ängstlich reagiert. Sie zog sich direkt mal enger an uns zurück, beobachtete das Kind und blieb aber weiterhin ganz ruhig. Sie war lediglich nicht mehr ganz so entspannt. Die Oma nahm irgendwann das Kind auf den Arm, wippte es auf und ab und sagte immer wieder laut: “Guck mal, ein Hund! Guck mal, da ist ein Hund!” und schaute mich dabei immer wieder direkt an. Ich reagierte bereits eher verschlossen, scheinbar ahnte ich schon, was kommen würde. Irgendwann bewegte die Oma sich dann tatsächlich mit dem Baby auf dem Arm auf uns zu, obwohl es in dem Bereich des Raumes nichts anderes gab, als dort, wo die Familie selber saß. Ich interpretierte, dass die Dame mit dem Kind zu Fussel wollte und als sie den halben Raum bereits in unsere Richtung durchquert hatte, gab ihr zu verstehen, dass dies keine gute Idee sei und begründete dies damit, dass Fussel mit Kindern nicht gut umgehen kann. Darauf hin reagierte die Tochter am anderen Ende des Raumes schon beinahe aggressiv mit der Bemerkung: “Dann legen Sie dem Hund doch einen Maulkorb an!” Ich fragte, wieso ich das denn tun solle. Und sie sagte: “Ja, wenn der beißt!” Tatsächlich hatte ich nichts von beißen gesagt, schließlich hat Fussel einfach Angst vor Kindern und gerät in Stress. Diesen wollte ich ihr ersparen, indem ich darauf hinwies, dass es keine gute Idee sei, mit dem Kind in Fussels Schutzbereich zu kommen. Dafür gab es ja auch gar keinen Grund. Ich erspare Euch hier den weiteren Fortgang des Gesprächs, nur soviel, ich war hinterher etwas fassungslos und mich hat das Ganze weiterhin beschäftigt. Ich hab mich gefragt, was diese Mutter, die Oma und der Opa wohl von mir als Hundehalterin mit einer üblichen Selbstverständlichkeit erwartet hätten, wenn man mir gesagt hätte, dass das Kind oder die Mutter – oder wer auch immer – Angst vor meinem Hund hätte. Ganz klar, oder? Hund an die Leine und Abstand halten. Und jetzt frage ich: “Wieso darf ich das gleiche nicht von Menschen erwarten, wenn ich sage, dass mein Hund Angst vor Kleinkindern hat?” Einfach nur, dass man sich nicht 30 cm an meinen Hund heran drängelt, um angeblich an das Fenster in der Nähe unseres Frühstückstisches zu gelangen, wo es wegen der vielen Pflanzen vor dem Fenster ohnehin nichts zu sehen gab. Klar war das eine Ausrede! Aber jetzt mal ehrlich, wieso muss ich mich in einer solchen Situation als Hundehalterin anfeinden lassen? Ich versteh’s nicht. Ihr?

Mich würde es freuen, Eure Meinung mal zu lesen. Also schreibt gern einen Kommentar.

Danke sehr, dass Ihr meinen Artikel gelesen habt und bis bald mal wieder!

Eure Katja

Die Sache mit dem Feedback! (5)

Die Sache mit dem Feedback! (5)

Eine kleine Weile hat es jetzt gedauert, bis dieser Teil 5 auf die Reise geht. In den letzten Wochen war einfach viel los und ich musste meine Prioritäten für eine kurze Weile woanders setzen. Jetzt aber geht es weiter. Bevor ich nun die nächste Etappe starte, muss ich – das kennen Sie ja schon – ein paar Fragen los werden:

Was haben Sie denn inzwischen erlebt in Sachen Feedback? Konnten Sie die Sache mit den unterschiedlichen Erwartungen für sich mal prüfen? Und wie hat sich’s angefühlt, so anders wahr genommen zu werden, als Sie selbst sich vielleicht sehen? Es würde mich freuen, von Ihnen zu lesen!!

Heute würde ich gern unter Anderem über die Häufigkeit von Feedback schreiben.

5. Die Dosis macht es aus

Ganz zu Beginn merkte ich in einem Nebensatz an, dass auf dem Golfplatz geradezu inflationär mit Lob oder Tipps um sich geworfen wird. Es gibt tatsächlich SpielerInnen, die kommentieren jeden Schlag. Und nicht nur die der anderen, sondern auch die eigenen. Da hört man dann immerzu irgendwelche Laute, wie ein schnelles energisches ‘Yes!’ oder ein kurzes ‘Oh!’ oder auch ganze Sätze wie ‘Na, geht doch!’, ‘Mist, ich hätte doch das 7er nehmen sollen!’, ‘Ich wusste es schon beim Ausholen.’, um nur einige Beispiele zu nennen. In Richtung der anderen Spieler geht das oft noch weiter. Da werden nicht nur derartige Kommentare abgegeben, sondern auch immer wieder Tipps gegeben. So hört man vielleicht von Mitspieler A, dass man sich mehr nach links hätte ausrichten müssen, von Mitspieler B, dass die Schlagfläche des Eisens nicht klar die Richtung hatte und von C, dass man das ja eigentlich besser kann. Keiner fragt aber, ob ich die Tipps will und dazu sind derartige Tipps oft gar nicht verwendbar. Und ein permanentes ‘Guter Schlag.’ langweilt auf Dauer eben auch.

Kennen Sie ähnliche Situationen aus Ihrem Alltag? Hören Sie vom Chef manchmal ein ‘Das war gut!’ oder ein lapidar dahin geworfenes ‘Weiter so!’ und wissen gar nicht, was genau er jetzt meint? Oder bekommen Sie von Kollegen Tipps, die Sie manchmal verwerten können bzw. wollen, aber manchmal eben auch nicht?

So, was heißt das jetzt für uns im Umgang mit Feedback? Ich hab einige meiner MitspielerInnen auf dem Golfplatz dazu mal befragt und folgende Antworten bekommen:

  • Meistens weiß ich eh um meine Fehler. Da brauch ich nicht auch noch einen Kommentar.
  • Ich will gar nicht jeden Schlag kommentiert haben. Lieber mal nichts sagen.
  • Wenn mir jemand einen unpräzisen Tipp gibt, hilft mir das gar nichts.
  • Ich finde Tipps super. Ich guck dann, was zu mir passt und versuch’s bei Gelegenheit. Und falls nötig, frage ich eben nach.

Ich selbst habe mir deshalb angewöhnt, nicht nur auf dem Golfplatz, zu fragen, ob mein Gegenüber einen Tipp haben möchte. Und dann mache ich mir Gedanken, was ich genau sage. Denn:

6. Auch das ‘Wie’ bzw. ‘Was genau’ ist entscheidend

Dazu möchte ich gern ein Erlebnis mit einem meiner Trainingsteilnehmer mit Ihnen teilen. Wir sind seinerzeit als bunte Gruppe zusammen gekommen, um ein paar mögliche neue Trainingstools quasi am lebenden Objekt auf Brauchbarkeit zu testen. Wir waren Künstler, Führungskräfte, eine Schauspielerin, Sachbearbeiter und Freiberufler. Eine der neuen Übungen hatte mit Feedback zu tun. Wir schickten ein Gruppenmitglied aus dem Raum, dachten uns aus, was wir von ihm oder ihr erwarten wollten. Als die Person wieder hereinkam, sagten wir aber nichts. Der Mensch musste nach dem Startsignal einfach loslegen zu agieren und Dinge auszuprobieren. Wenn die Aktion in die richtige Richtung ging, bestätigten wir mit einem ‘Bing’, wenn die Aktion in die falsche Richtung ging, war Stille. Die handelnde Person musste sich also Schritt für Schritt an die Lösung herantasten.
In der anschließenden Diskussion merkte der besagte Teilnehmer an, dass ihm diese Übung beinahe physisch unangenehm gewesen wäre, er hätte intensiv mit dem handelnden Protagonisten gelitten. Lediglich eine zwar positive Rückmeldung, ohne jedoch ein paar Details zu benennen, was genau das Lob ausgelöst hat oder was hätte konkret anders sein sollen, war ihm absolut nicht ausreichend. Dieses Raten nach dem Prinzip ‘Versuch und Irrtum’ war ihm irgendwie zuwider.

Tatsächlich steigert sich das Maß der Reproduzierbar erwünschten Verhaltens um ein Vielfaches, wenn der Feedbacknehmer konkrete Informationen zum Wie, Was und Warum bekommt und damit genau erfährt, was von ihm erwartet wird. (Fehl-) Interpretationen und damit einhergehende Mißerfolge entfallen. Dazu verkürzt sich die Zeit enorm, bis zur Umsetzung des erwünschten Verhaltens in die Praxis und Wunschergebnisse werden schneller erreicht.

Was ist nun Ihr Fazit aus diesem Beitrag? Sehen Sie das ähnlich oder haben Sie ganz andere Erfahrungen, die Sie gern mit uns teilen möchten? Sehr gern, lassen Sie uns an Ihren Gedanken teilhaben.

Ich freue mich auf Sie und bis bald!

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