Jeden Tag auf’s Neue… (1)

Jeden Tag auf’s Neue… (1)

Jeden Tag auf’s Neue… (1)

…oder was mein Hund schon besser macht!

Hi zusammen,
viele von Euch wissen, ja, dass ich – wie man so schön sagt – seit mittlerweile einigen Jahren auf den Hund gekommen bin. Und Ihr wisst wahrscheinlich auch, dass mein Hund Fussel und ich oft viele neue Dinge ausprobieren und wir dadurch inzwischen ein super Team sind. Und heute möchte ich gern mit Euch ein paar Gedanken darüber teilen, was mein Hund besser macht, als – aus meiner Sicht – viele von uns:

Möglicherweise habt Ihr manchmal eigentlich Feierabend und in Eurem Kopf tummeln sich die verschiedensten Gedanken rund um Euren Job. Feierabend? Weit gefehlt!
Beim Autofahren bekommen wir oft gar nicht mit, wo wir fahren und wie wir weite Strecken zurücklegen, weil unser Hirn sich ohne Unterlass an irgendwelchen Themen abarbeitet.
Oder Ihr wacht morgens auf und habt noch bevor Ihr den ersten Kaffee getrunken habt, die Termine des Tages durchdacht, die ersten Begegnungen gedanklich bereits durchlaufen, ein Streit mit dem Partner wirkt noch nach oder Ihr tragt irgendein aktuelles Zeitgeschehen mit Euch rum oder sonst irgendwas beschäftigt Euch, obwohl das bereits hinter Euch liegt oder gar noch vor Euch. Und oft sind diese Themen auch noch negativ belastet. Kennt Ihr das? Und das kostet soviel Energie und hat außerdem Auswirkungen auf die Qualität Eurer Beziehungen und Eurer Kommunikation.

Ich arbeite ja, wie auch einige von Euch wissen, mit vielen erfolgreichen, oft im Berufsleben stehenden Menschen an der gelungenen Kommunikation oder, wie ich es nenne, am Beziehungsmanagement. Und was mir immer wieder auffällt, ist, wie schwer es zu sein scheint, tatsächlich in einen offenen und unbelasteten Dialog zu gehen. Sehr oft nehmen wir eigene oder auch Erfahrungen von anderen mit in die Begegnung und sind daher voreingenommen. Oder wir sind gar nicht tatsächlich im Gespräch, sondern damit beschäftigt, was das Gegenüber jetzt wohl über uns denkt, mit den Gedanken schon beim Ergebnis, bei dem folgenden Gespräch, bei dem Stau auf der Autobahn, beim Konflikt mit irgendeinem anderen Menschen, bei unseren Vorhaben, Erwartungen von anderen, unseren Erlebnissen – die Liste ist endlos! Und ich spreche hier von allen Arten der Kommunikation, ob Vertrieb, ob Partnerschaft, ob mit Kollegen, Kindern, Freunden oder sonst wem. Und genau das hindert uns, wirklich zu kommunizieren, im Sinne “…von Teilhabe, in der etwas Gemeinsames entsteht…” (Wikipedia, siehe unten).

Und hier kommt mein Hund ins Spiel und damit der Impuls, den ich heut gerne setzen möchte. Und kein Bild drückt das besser aus, als das folgende:

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Mein Hund ist immer präsent und meist auch unbelastet. Sie kommt morgens schwanzwedelnd zu mir gerannt, gut gelaunt und strahlt mich an und scheint zu sagen: “Hurra, ein neuer Tag! Was ist der Plan? Lass uns Spaß haben!” Nichts Negatives von gestern im Gepäck und keine Angst vor dem neuen Tag. Und falls mal etwas Unvorhergesehenes passieren sollte, ist das auch ganz schnell wieder abgehakt. Und wenn Fussel etwas von mir will, dann fordert sie das auch sehr direkt ein, so wie gerade in diesem Moment, wo ich hier schreibe, sie aber ein paar Streicheleinheiten will. Und sie zeigt mir sehr deutlich, dass gleichzeitig am Handy sein UND bei ihr keine Option ist. Also lege ich kurz das Handy zur Seite, geb ihr einen Moment volle Aufmerksamkeit, sie ist glücklich und geht chillen bzw. schlafen. Und ich kann voll fokussiert weiter arbeiten. Und wenn die Dinge mal nicht so laufen, wie mein Hund es gerne hätte, auch gut! Sie schiebt dann ab, schläft beim Warten ein oder beschäftigt sich mit sich selbst. Aber ganz ohne Groll.

Hierzu passt die kurze Geschichte aus der Achtsamkeitslehre:

Einige Schüler fragen ihren Zen-Meister
warum er so zufrieden und glücklich ist:

Der Zen-Meister antwortet:
“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich
gehe, dann gehe ich, wenn ich sitze, dann
sitze ich, wenn ich esse, dann esse ich,
wenn ich liebe, dann liebe ich …”

“Das tun wir auch, antworteten seine
Schüler, aber was machst Du darüber
hinaus?” fragten Sie erneut.
Der Meister erwiderte:
“Wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich
gehe, dann gehe ich, wenn ich … ”

Wieder sagten seine Schüler:
“Aber das tun wir doch auch Meister!”
Er aber sagte zu seinen Schülern:
“Nein – wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon,
wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, wenn
ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.” 

Viele von uns gehören wahrscheinlich eher noch zu der Gruppe der Schüler, oder? Nun habe ich zum Glück meinen Hund, der mich jeden Tag mehrfach daran erinnert, dem Hirn mal Pause zu geben und den Moment zu genießen. Und nicht nur das hat zur Folge, dass ich auch in Gesprächen wirklich da bin und nicht bereits über eine Entgegnung nachdenke, bevor mein Gegenüber überhaupt ausgesprochen hat. Ich höre hin, wenn mein Gegenüber spricht, frage nach und kann dann jeweils individuell reagieren. Und meine Gesprächspartner empfinden mich deshalb meist als sehr zugewandt, offen, interessiert und wertfrei. Eine sehr gute Ausgangssituation für den Fortgang der Beziehung, unabhängig davon ob geschäftlich oder privat.

Hier also mein Appell an Euch mit diesem Post: Beobachtet Euch mal den Tag über und bemerkt die Momente, wo Ihr eben nicht präsent seid, sondern Eure Gedanken auf Wanderschaft sind. Und holt Euch dann in den Augenblick.
Wenn Ihr das mal bewusst üben wollt, geht das sehr gut, indem Ihr Euch – egal wo – ein paar Minuten Zeit nehmt, Euch einfach nur hinsetzt, die Augen schließt und ausschließlich hört. Wenn Gedanken kommen, dann schickt sie wieder weg und fokussiert Euch wieder auf das Hören. Ohne zu interpretieren oder zu werten oder verstehen zur wollen. Lasst all diese Gedanken kommen und schickt sie wieder weg und bleibt beim Hören.

Meine absolute Lieblingsübung – immer wieder! Probiert’s mal! Ich bin gespannt, wie es Euch gelingt!

 

In diesem Sinne, Euch allen einen schönen Tag!

Eure

Katja

 

Der Vollständigkeit halber, hier kurz die Definition zu Kommunikation aus Wikipedia:
Kommunikation stammt aus dem Lateinischen communicare und bedeutet „teilen, mitteilen, teilnehmen lassen; gemeinsam machen, vereinigen“. In dieser ursprünglichen Bedeutung ist eine Sozialhandlung gemeint, in die mehrere Menschen (allgemeiner: Lebewesen) einbezogen sind. Wesentliche Aspekte dieser Sozialhandlung sind zum einen Anregung und Vollzug von Zeichenprozessen und zum anderen Teilhabe, in der etwas als etwas Gemeinsames entsteht (lateinisch communio: „Gemeinschaft“, communis: „gemeinsam“).

 

Katja

"Es gibt keinen Grund, nicht aufzubrechen. Im Idealfall wird alles besser. Im schlimmsten Fall bleibt alles beim Alten!" Und damit es besser wird, bekommst Du von mir alles, was ich kann und weiß, damit Du Deine Ziele erreichst - persönlich und im Job. Also: Worauf wartest Du?

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